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Floor-Darlehen

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Ein Floor-Darlehen ist ein sehr komplexes Finanzprodukt, das als eine Art Zinsversicherung für langfristige Kredite dient. Während andere Darlehensformen den Kunden meist bekannt sind, so muss ein Floor-Darlehen oft mit einem großen Informationsaufwand gründlich erklärt werden. Bevor sich ein Kreditnehmer auf ein Floor-Darlehen einlässt, sollten ihm eine umfassende Beratung und eine anschließende Betreuung zuteil werden. Darum werden Floor-Darlehen auch selten an Privatkunden vergeben, sondern werden eher bei Krediten zwischen zwei Geldinstituten eingesetzt. Sie kommen aber auch bei der Baufinanzierung oder bei einer Betriebsfinanzierung zum Tragen.

Einer der Unterschiede zu herkömmlichen Darlehen liegt beim Floor-Darlehen in dem Umstand vor, dass es mit variablen Zinssätzen abgeschlossen wird. Einen festen Zinssatz gibt es bei Floor-Darlehen mit Absicht nicht, da sich dieser für den Kreditnehmer zu seinem Vorteil entwickeln kann. Allerdings kann sich der Zinssatz nur bis zu einer festgelegten Untergrenze verschieben. Tiefer als der festgelegte Punkt ist nicht möglich. Dieser Fixpunkt wird in der Fachsprache als ‚Floor‘, also das englische Wort für Boden, bezeichnet.

Die Floor-Darlehen orientieren sich am allgemeinen Zinsniveau mit ihren Zinssätzen. Sollte allerdings das allgemeine Zinsniveau unter den vereinbarten Fixpunkt sinken, verlangt der Kreditgeber von dem Kreditnehmer einen finanziellen Ausgleich. Das Gegenteil eines Floor-Darlehens ist ein Cap-Darlehen, das einen variablen Zinssatz aufweist und eine festgelegte Obergrenze hat. Meist werden in einem langfristigen Darlehensvertrag sowohl ein Cap als auch ein Floor bestimmt, um die variablen Zinsen in keine der beiden Richtungen ausufern zu lassen.

Der Kunde hat dabei den Vorteil, dass er oftmals einen niedrigen Zinssatz ausnutzen kann. Wenn es aber durch den Cap eine Obergrenze für den Zinssatz gibt, braucht er bei einem plötzlichen Anstieg des Zinssatzes nicht zu befürchten, in eine finanzielle Bedrängnis zu geraten. Diese Form der Ober- und Unterbegrenzung von variablen Zinssätzen wird im Fachjargon auch als ‚Collar‘ bezeichnet. Der ‚Collar‘ beschreibt den Spielraum zwischen der Obergrenze und der Untergrenze.

Die Bankinstitute oder Bausparkassen nutzen die Cap- und Floor-Darlehen hauptsächlich für langfristige Kreditverträge, wobei das Minimum an Laufzeit bei 3 Jahren liegt und das Maximum meist auf 15 Jahre beschränkt wird. In dieser Zeit hängen die variablen Zinssätze ganz allein von einem zuvor bestimmten Leitzins ab. Dieser Leitzins kann unter anderem der viel genutzte EURIBOR sein. Der EURIBOR veröffentlicht seine Zinssätze in einem 3-Monats-Rhythmus. Aus diesem Grund wird er gern für Darlehen genommen, die zum Beispiel mit einer Immobilie abgesichert sind oder sich auf Anlagen beziehen.

 

Baudarlehen haben oft kein Cap

Da für alle Baudarlehen eine Festgrenze von maximal 6 Prozent gesetzlich verankert ist, sind bei einem Baudarlehen keine Caps nötig. Dagegen enthalten sie in den meisten Fällen ein Floor-Darlehen, die bei Baukrediten sehr beliebt sind. Sie stellen für das Kreditinstitut oder die Bausparkasse eine physische Absicherung dar, falls der Zinssatz gegen null sinkt. Der Baukreditkunde hat dagegen die Chance auf einen niedrigen Zinssatz während der Laufzeit seines Baudarlehens.

Das Floor-Darlehen hat für beide Vertragspartner interessante Vorteile zu bieten, weshalb viele Kreditinstitute den Einsatz des Floors auch für wünschenswert halten. Der Vorteil für den Darlehensnehmer liegt darin, dass er in der Regel einen sehr günstigen Kredit bekommt, also kurz gesagt ‚billiges Geld zum Bauen‚. Er trägt dabei nur das Risiko, dass der von ihm akzeptierte Floor-Zinssatz durch den Verfall des Leitzinses unterschritten wird. In diesem besonderen Fall muss der Kreditnehmer dem Kreditgeber eine Ausgleichszahlung geben, die im Vertrag festgeschrieben ist. Das klingt für viele Bankkunden im ersten Moment sehr anspruchsvoll, es wird in der Praxis aber einfach gehandhabt.

Der Floor-Zins stellt einen Fixpunkt da, mit der Mindestsatz der Zinszahlungen benannt wurde. Diesen Mindestsatz muss der Darlehensnehmer immer zahlen. Von diesem Fixpunkt hat der Kreditnehmer bereits Vorteile gehabt, da er so sehr günstiges Baugeld geliehen bekam. Da das Unterschreiten des Fixpunktes für ihn aber gar nicht möglich ist, zahlt er in dem Fall, wenn der Fixpunkt unterboten wurde, noch immer den Mindestsatz, der als Ausgleichszahlung angesehen wird.

Die Floor-Darlehen nutzen den Bausparkassen und Bankinstituten, weil sie so sicher sein können, immer den vereinbarten Mindestsatz als Zinszahlung zu bekommen. Das gilt auch dann, wenn der Leitzins wie der EURIBOR gegen die Nullmarke tendiert. Man könnte den im Vertrag festgesetzten Mindestzinssatz auch als ‚Zinsderivat‘ bezeichnen. Der Begriff Derivate beschreibt in der Finanzwelt eine Versicherung aller gängigen Kapitalprodukte. Die Entwicklung des variablen Zinssatzes richtet sich im Grunde immer nach dem vorgegeben Leitzins, allerdings ist es nicht vorgeschrieben, dass dieser Punkt auch eingehalten werden muss. Das gibt dem Kapitalgeber den Vorteil einer Anlageform, die entweder ihren ursprünglichen Wert erhält oder ihren Wert während der Laufzeit steigern kann. Allerdings rentiert dies sich nur, wenn das Floor-Darlehen auch langfristig vereinbart wurde. Kredite, die nur eine sehr kurze Laufzeit aufweisen, werden meistens mit einem höheren Zinssatz vergeben.

 

Floor-Darlehen wirken auf Laien kompliziert

Ein Floor-Darlehen wird nur an bestimmte Kreditnehmergruppen vergeben, weil dieses komplexe Finanzprodukt eine gewisse Grundkenntnis in der Kreditwirtschaft erfordert. Eigentlich lassen sich die komplizierten Zusammenhänge des Floor-Darlehens auch unkundigen Personen durchaus erklären. Allerdings werden die Zusammenhänge mit jeder weiteren Komponente wie zum Beispiel dem Cap noch komplexer und daher auch unübersichtlicher für jeden, der nicht gut über Geldmarktbereich informiert ist.

Es sollte jedoch immer darauf geachtet werden, dass die Garantien für den Floor-Zinssatz auch abgedeckt sind. Denn in der Hypothese besteht die Gefahr eines geldmarkttechnisch vorher unbekannten Faktors, der zur Explosion des Zinssatzes führt. Diese Zinsexplosion müsste der Kreditnehmer aufgrund der vertraglichen Konditionen übernehmen. So können Privathaushalte in eine finanzielle schwierige Lage kommen. Gegen solche Ausnahmesituationen hilft eigentlich nur das oben genannte ‚Cap‘ Darlehen. Jedoch wird das ‚Cap‘ Darlehen nur von einem Kreditinstitut akzeptiert, wenn es dadurch ebenfalls einen finanziellen Ausgleich in Form einer Prämie bekommt. Dadurch steigen allerdings auch die Kosten für den gewünschten Kredit.

Selbstverständlich muss auch die Vereinbarung eines Floor-Darlehens von dem Kreditnehmer für den Kreditgeber attraktiv in Form einer finanziellen Zusatzleistung wie einer Prämie sein. Es ist auch möglich, auf einen festen und hohen Zins zu verzichten, was wiederum für den Kreditgeber nur eine Option darstellt, wenn ihm ein Ausgleich in Form einer einmaligen Prämie gewährt wird, was sich ebenfalls in den Kreditkosten nachhaltig niederschlägt. Manche Kreditinstitute lassen sich die Leistung teuer bezahlen, was ganz von der Laufzeit und der Höhe der Kreditsumme abhängt. Es kann den Kreditnehmer einen höheren Zinssatz im einstelligen Bereich kosten und sollte darum gleich bei der Verhandlung der Kreditkonditionen bedacht werden.

 

Die meisten Kreditkonditionen sind verhandelbar

Variable Zinsdarlehen wie das Floor-Darlehen haben zusätzlich noch den Vorzug, dass sie recht frei in ihren Konditionen ausgehandelt werden können. Dies gilt vor allem für Vertragsfaktoren wie die Höhe des Kreditbetrags, der Vertragslaufzeit, der Höhe des Floors, dem Zinszuschlag zum Nominalzins, den Konditionen für die Rückzahlung und der Prämie, die bei Vertragsabschluss fällig wird.

Das Finanzkonstrukt der Floor-Darlehen hat den seltenen Vorzug, dass beide Vertragsparteien bei diesem Darlehen zu den Gewinnern gehören. Darum hat in der Regel sowohl der Kreditnehmer wie auch der Anbieter des Kredits ein großes Interesse an einem Zustandekommen des Vertrages. Dabei kommt es oftmals zu besonderen Vereinbarungen zwischen beiden Parteien, die sonst nicht üblich sind und auch nicht in anderen Kreditverträgen angeboten werden. Es kann sich hierbei unter anderem um eine Sondertilgungsvereinbarung handeln, die für den Kreditnehmer kostenlos ist. Eine solche Klausel ist für ein Darlehen mit einem festen Zinssatz nicht im Interesse des Kreditinstituts, weil ihm dadurch ein Teil des Zinsgewinns entgehen würde. Ein Floor-Darlehen kann sich also für beide Vertragsparteien auszahlen.

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