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Zinssatz

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Für jede befristete Überlassung von Kapital muss ein Preis, sprich Zinsen, gezahlt werden. Wird der Preis für geliehenes Kapital in Prozent ausgedrückt, so wird vom Zinssatz gesprochen. Dabei bezieht sich der Zinssatz üblicherweise auf einen Berechnungszeitraum von einem Jahr. Dies wird mit dem Kürzel „p. a.“ (per anno) kenntlich gemacht. Verwendung finden aber auch monatliche und quartalsweise Berechnungen. Basis für die Festlegung des Zinssatzes sind die Kosten, die dem Kreditgeber durch die Verleihung des Kapitals entstehen. Neben dem landesüblichen Zinsfuß (Durchschnitt des Effektivzinsfußes für Hypotheken, Staatsanleihen und Pfandbriefe), ist noch der bankenübliche Zinsfuß bekannt. Dieser wird unabhängig von den einzelnen Banken und verschiedenen Kreditarten anberaumt.

Zusammensetzung

Der Zinssatz beinhaltet die Refinanzierungskosten der Darlehensgeber. Die meisten Institutionen wie z. B. Banken leihen sich die Kreditsumme wiederum von anderen Banken oder auch direkt von der Europäischen Zentralbank. Für diese Rückfinanzierung fallen Kosten an, die in aller Regel an den Kreditnehmer weitergegeben werden. Des Weiteren ist im Zinssatz die laufende Marge des Kreditgebers enthalten, inklusive Gewinn und eventueller Kosten.

Arten von Zinssätzen

Die drei wichtigsten Zinssatzarten sind der Nominalzins, Effektivzins und Realzins. Der Nominalzins beziffert jenen Zinssatz, der bei einer langfristigen Finanzierung zwischen dem Kreditgeber und Kreditnehmer vereinbart wird. Im Gegensatz dazu steht der Effektivzinssatz. In diesen werden alle weiteren Kosten bestimmenden Faktoren einberechnet. Dazu zählen etwa Nominalzinssatz, Auszahlungskurs, Bearbeitungsgebühren, tilgungssatzabhängige Faktoren und Zinstermine. Bei einem Darlehen, in dem die Faktoren variieren können, wird von einem anfänglichen effektiven Jahreszins gesprochen.
Der Realzins bezeichnet dagegen in der Wirtschaft einen Zinssatz, der die Wertveränderung und Verzinsung angibt. Dabei wird die Preisveränderungsrate mit einbezogen. Vorteil der Angabe eines Realzinses ist die Berücksichtigung von Inflation und Deflation. Die Berechnung des Realzinssatzes findet durch den Abzug einer Preisveränderungsrate, beispielsweise dem Bruttoinlandsprodukt, vom Nominalzinssatz statt. Daher ist der Realzinssatz ein um die Preisveränderungsrate korrigierter Nominalzinssatz.

Grundzinssätze

Der festgelegte Satz zur Kapitalmarktsteuerung wird als Leitzins bezeichnet und wird von der im jeweiligen Land zuständigen Zentralbank festgelegt. In der EU ist die Europäische Zentralbank für die Festlegung des Euro-Leitzinses zuständig. Der Leitzins legt die Kosten fest, zu der sich Geschäftsbanken bei der EZB refinanzieren können. Dieser Zinssatz ist maßgeblich für die verfügbare Liquidität in einem Wahrungsraum. Je niedriger der festgelegte Leitzins eines Währungsraumes ist, desto mehr Liquidität befindet sich im Geldmarktkreislauf. Dadurch soll die Investitionsbereitschaft von Staaten und Unternehmen gefördert werden. Ist jedoch eine geringe Geldmenge nachgefragt und soll einer Inflation entgegengewirkt werden, so wird der Leitzins erhöht. Was auch zu einer gewissen Bereitschaft für die Einlage von Sparguthaben führt und dadurch dem Markt Liquidität entzogen wird.
Allerdings spielt in der freien Wirtschaft noch eine breite Palette an anderen Zinssätzen eine wichtige Rolle. So orientieren sich Hypothekenfinanzierer eher an der Pfandbriefkurve. Dennoch ist der Leitzins einer Währungsunion ein wichtiger Grundzinssatz. Ein weiterer Grundzinssatz ist der Spareckzins. Dieser wird traditionell für kurzfristige Spareinlagen verwendet und beinhalten den Effektivzinssatz für Einlagen, die von privaten Haushalten mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist, angelegt werden.

Interner Zinssatz

Per Definition ist der interne Zinsfuß der Zinssatz, bei dessen Einsatz der Kapitalwert einer Geldanlage oder Investition immer genau den Wert von 0 erreicht wird. Daher stimmen Auszahlungsbarwert und Einzahlungsbarwert überein. Der interne Zinssatz wird eingesetzt, um die durchschnittliche Verzinsung des in einem Objekt gebundenen Kapitals zu ermitteln. In der Praxis wird jedoch selten eine Nullsumme erreicht. Daher werden verschiedene Verfahren wie z. B. die lineare Interpolation angewendet. So kann bestimmt werden, ob eine Investition lohnenswert ist. Dies ist immer dann der Fall, wenn der Kalkulationszinssatz niedriger als der interne Zinssatz ist.

Kalkulationszinssatz

Der Kalkulationszinsfuß wird bei der Bewertung von Unternehmen eingesetzt und ist Teil der sogenannten Discounted-Cash-Flow-Analysen. Dabei bezeichnet der Kalkulationszinssatz die Mindestrendite eines Investors an dem zu investierenden Unternehmen und bestimmt wie stark Zahlungen auf ihren Barwert in der Zukunft abgewertet werden.
Ermittelt wird der Kalkulationszinssatz, in dem eine Risikoprämie auf die Kapitalkosten erhöht (Investition) oder verringert (Darlehensvergabe) wird. Somit wird deutlich, dass eine hohe Renditenforderung gleichbedeutend mit einer risikoreicheren und kurzfristigen Investition ist. Dieses Ergebnis kommt durch die stärkere Gewichtung von gegenwartsnahen Zahlungen zustande.

Auswirkungen von Zinssätzen

Zinssätze und deren Niveau haben eine große Auswirkung auf den Kapitalmarkt und die Wirtschaft. Nahezu jede Branche ist zumindest indirekt von der Entwicklung der Zinssätze betroffen. So drücken hohe Zinsniveaus auf das Konsumklima und die Investitionsfreude von Anlegern sinkt. Ein direktes Ergebnis sind somit schwindende Unternehmensgewinne. Denn ein hoher Leitzins wird, wie oben beschrieben, zu einer höheren Spareinlage der Konsumenten führen. Dieses Geld wird so dem freien Markt entzogen und führt zu einer sinkenden Nachfrage von Konsumgütern. Letztendlich kann eine Deflation einsetzen und so zu massiven Preisentwertungen führen.
Andererseits kann ein niedriges Zinsniveau die Wirtschaft zu neuem Schwung verhelfen. Durch die geringeren Refinanzierungskosten von Darlehen können Banken mehr Kredite an Unternehmen vergeben. Diese Kredite führen ihrerseits zu neuen Investitionen und der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. Dies wiederum führt zu einer gesteigerten Kaufkraft der Konsumenten. Von dieser Entwicklung profitieren viele Branchen. Beispielhaft die Hypothekenfinanzierer, die Baubranche und Konsumgüterhersteller. Als nachteilig kann sich dabei aber eine zuerst schleichende und im späten Verlauf eine galoppierende Inflation ausbilden, insofern die Zentralbanken nicht schnell genug mit einer Erhöhung des Leitzinses reagieren oder reagieren können.

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