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Geld

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Ganz abstrakt gesehen ist Geld ein Wertäquivalent zu materiellen Werten. In diesem Sinne wird es von einigen Ökonomen etwas pointierter auch als geronnene Arbeit umschrieben. Physisch präsent existiert Geld als Münze oder Banknote, während zum Beispiel ein Bankguthaben eine immaterielle Form von Geld darstellt.

Aus rechtlicher Sicht kann man Geld als ein zum öffentlichen Umlauf bestimmtes Zahlungsmittel definieren, wobei ein Staat das Monopol zur Ausgabe des Zahlungsmittels besitzt. Geld ist nach § 935 des deutschen Bürgerlichen Gesetzbuchs den Inhaberpapieren gleichgestellt. Zahlungsmittel wie Münzen und Banknoten werden nach diesen Vorschriften zum Eigentum des Inhabers. Dem zufolge wird man auch dann rechtmäßiger Eigentümer von gestohlenem Geld, wenn man es gutgläubig erworben hat.

Der sprachliche Ursprung des Wortes Geld lässt sich bis auf das indogermanische Wort für Gold „ghel“ und das althochdeutsche Wort „gelt“ für zum Beispiel eine Vergütung, ein Einkommen oder einen Wert zurückführen. Der Begriff wurde anfangs in kultischen Zusammenhängen benutzt, wo es um das Darbringen von Opfern oder Bußen ging. Erst ab ca. dem 14. Jahrhundert wird das Wort Geld in seiner heutigen Bedeutung als Bezeichnung für ein Zahlungsmittel benutzt.

Geschichtliche Aspekte des Geldes

In den Anfängen der Wirtschaft war Handel durch das Tauschen von Waren oder Dienstleistungen möglich. Aus einigen Teilen der Welt ist bekannt, dass schon in vorgeschichtlicher Zeit Kaurischnecken, Metallstücke und ähnliche Gegenstände als Geld benutzt wurden. Da es sich hierbei meistens noch nicht um Geld im Sinne einer moderten Geldwährung handelt, spricht man auch von Warengeld, dass auch in Form von so genanntem Naturalgeld (Naturgegenstände als Tauschmittel) oder als Schmuckgeld verwendet wurde.

Eine besonders alte Form des Geldes stellen Münzen dar, die jedoch heutzutage in fast allen Währungen der Welt nur noch eine Rolle als Wechselgeld spielen. Die ersten Münzfunde stammen aus dem 7. Jahrhundert vor Christus und führen auf das Volk der Lyder zurück. Eine von einem Staat vorgeschriebene Geldsorte wie der Euro oder der amerikanische Dollar wird als Währung bezeichnet. Die Lyder waren deshalb wohl die Ersten, die in einem modernen Sinne über eine Währung verfügten. Die Einführung einer Währung in der Antike bedeutete einen tiefen Einschnitt für das wirtschaftliche Denken der Zeitgenossen, der bis heute in deren Sagen überliefert ist. Eine dieser Sagen berichtet vom kleinasiatische König Midas, der mit Hilfe der Götter alles zu Gold werden ließ, was er berührte. Die so geschaffenen Dinge zeigten sich jedoch bald als wertlos, weil sie den König nicht ernähren und am Leben halten konnten. Region und Zeit der Entstehung dieser Geschichte deuten daraufhin, dass sich in dieser Handlung die Ängste der damaligen Menschen hinsichtlich der potentiellen Auswirkungen der Währungseinführung in Lydien widerspiegeln.

Das ursprünglich in China erstmalig eingesetzte, staatliche Papiergeld kam in Europa erst während der Renaissance zum Ende des 15. Jahrhunderts in Gebrauch. Es konnte erst eingeführt werden, nach dem es einen festen Gegenwert gab, der gegen Papiergeld eingetauscht werden konnte und gleichzeitig allgemeines Vertrauen genoss. Solche Gegenwerte wurde durch hinterlegte Edelmetalle wie Gold und Silber geschaffen, die noch bis 1944 in großen Teilen der Welt galten. Viele Länder wie die USA schrieben bis dahin den so genannten Goldstandard zur Deckung des Tauschwertes von Papiergeld gesetzlich vor. Beim heutigen Eurosystem werden typischerweise zur Deckung des Geldwertes andere Sicherheiten wie zum Beispiel Forderungen der Europäischen Zentralbank gegenüber Kreditinstituten verwandt. Gleiches gilt für so genanntes elektronisches Geld, das ähnliche wie bei Buchgeld Zahlungsansprüche auf elektronischen Speichern vermerkt.

Funktionen des Geldes

Die Volkswirtschaftslehre definiert die Funktionen des Geldes im wirtschaftlichen Sinne. Demnach hat Geld die Funktion eines Zahlungsmittels. Den Wert einer Geldeinheit gemessen an dem Wert von Waren oder Dienstleistungen bezeichnet man als Kaufkraft.

Obwohl Geld zusätzliche Tauschvorgänge im Handel notwendig macht, erleichtert seine einfache Handhabung dennoch den Tausch von Gütern. Die Einführung des Münzgeldes hat den Handel schon deshalb wesentlich vereinfacht, weil Münzen hinsichtlich ihrer Größe, ihres Gewichts und ihres Aussehens genormt waren. So konnten sie zur Wertermittlung einfach gezählt, statt wie Tauschwaren aufwändig gewogen werden. Hinzu kommt, dass ein direkter Austausch von Waren mehr oder weniger gleichzeitig erfolgen muss. Da Geld auch als Aufbewahrungsmittel von Werten dient, gestattet schon die Verwendung einfachster Münzwährungen, den Erwerb bzw. die Veräußerung von Waren zeitlich völlig unabhängig voneinander abzuwickeln. Bei genauer Betrachtung hat Geld den Tauschhandel eigentlich nicht ersetzt, sondern es funktioniert als Zwischentauschmittel. So genutzt, befriedigt seine Annahme zwar nicht den unmittelbaren Wunsch des Geldempfängers und Tauschpartners, Geld kann jedoch in einem oder mehreren weiteren Schritten zur Deckung des genauen Bedarfs eingetauscht werden.

Da Geld auch gegen Geld getauscht werden kann, kann man damit auch handeln wie mit einer Ware. Die Handelsprozesse dafür spielen sich im so genannten Geldmarkt ab, wo nicht nur jede Form des Geldes, sondern auch viele so genannte Derivate von Geldwerten geahndet werden.

Geldpolitik und ihr Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung

Die Geldpolitik stellt eine der wichtigsten politischen Einflussnahmen auf eine gesamte Wirtschaft dar. Die Geldpolitik einer Zentralbank erreicht durch ihre Geldpolitik nämlich nicht nur die Steuerung der Preisentwicklung, sondern auch Sekundärziele wie die Steigerung oder auch die Dämpfung des wirtschaftlichen Wachstums, also der Konjunktur der Wirtschaft.
Für die Geldpolitik verantwortlich sind fast überall die von der jeweiligen politischen Führung eines Landes mehr oder weniger abhängigen Zentralbanken. Die Geldpolitik verfolgt in erster Linie das Ziel stabiler Preise und setzt dazu die Geldmengensteuerung ein. Nach der klassischen Geldtheorie wird der Preisanstieg durch eine Verknappung der Geldmenge gebremst. Sinken die Preise danach, spricht man auch von einer Deflation. Erhöht eine Zentralbank jedoch die Geldmenge, steht Wirtschaft und Verbrauchern im Geldkreislauf mehr Geld zur Verfügung. Dann wird mehr gekauft, das Geld zirkuliert schneller, die Nachfrage erhöht sich und die Preise steigen. Die Volkswirtschaft kennt dafür den Terminus der Inflation.

Ein wesentlicher Teil der Geldpolitik beschäftigt sich deshalb mit der so genannten Geldschöpfung als Hauptmittel der Geldpolitik. Die Ausgabe von Geld an Bevölkerung, Wirtschaft und staatliche Institutionen eines Währungsraums wird als Geldschöpfung bezeichnet. Auf einer theoretischen Ebene kann man unter dem Gesichtspunkt der Geldschöpfung zwei unterschiedliche Arten von Geld unterscheiden. An erster Stelle steht dabei das Bargeld das von der Zentralbank gedruckt oder produziert bzw. geschöpft wird. Aber auch Bankengeld können Geld schöpfen, indem sie Geldforderungen entstehen lassen, die ihre Kunden und sonstigen Schuldner dann durch Bargeld befriedigen müssen. Damit dem neu geschaffenen bzw. geschöpften Geld auch ausreichend große Werte gegenüber stehen, muss das zusätzliche Geld auch durch entsprechende Sachwerte abgesichert sein. Deshalb wird die Entwicklung der Geldmengen sehr genau von der Zentralbank beobachtet. Im Vordergrund des Interesses stehen dabei die Geldmengen M0 und M1. Die Geldmenge M0 umfasst die in Umlauf befindlichen Bargeldmenge und die Giroguthaben der Banken bei der Zentralbank, während die Geldmenge M1 alle Bargeld- und Sichteinlagen umfasst, die sofort als Zahlungsmittel genutzt werden können. Dem stellt die Zentralbank auf der anderen Seite den Gesamtwert der vorhandenen Sachvermögen gegenüber, der ebenfalls ständig gemessen, statistisch erfasst und analysiert wird.

Die Bedeutung des Geldes und der Geldpolitik für die wirtschaftliche Entwicklung hat im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche politische Kontroversen ausgelöst. Radikale Kritiker forderten und fordern eine Politik, welche die Abschaffung des Geldes verfolgt. Reformer hingegen suchten nach politischen Alternativen, um Geld zum Beispiel unter sozialeren Aspekten verteilen zu können. Die liberalsten Forderungen wollen hingegen ein völlig ungehindertes Zirkulieren des Geldes im Geldkreislauf. Während die mehr oder weniger radikalen Forderungen hinsichtlich der Geldpolitik früher nur auf nationale Ökonomien abzielten, wird seit dem 19. Jahrhundert nicht selten sogar die weltweite Gültigkeit und Durchsetzung solcher Ideen gefordert.

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