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Fremdkapital Arten

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Zur Finanzierung des Unternehmens oder zur Gründung des Start-Ups wird Kapital eingesetzt. Je nach Rechtsstellung des Kapitals wird zwischen Eigen- und Fremdfinanzierung unterschieden. Fließt das Kapital dem Unternehmen von außen zu und nimmt der Kapitalgeber eine Gläubigerstellung ein, handelt es sich um Fremdkapital.

Finanzstruktur im Unternehmen

Das Gesamtkapital finanziert das Anlagevermögen und das Umlaufvermögen des Unternehmens. Die „Goldene Bilanzregel“ besagt, dass langfristiges Vermögen auch langfristig finanziert sein soll, kurzfristige Vermögenswerte können dagegen auch mit kurzfristigem Kapital finanziert werden. Das Anlagevermögen (geregelt im HGB §247 Abs. 2), zu dem Lizenzen, Gebäude, Maschinen und der Fuhrpark zählt, steht dem Unternehmen langfristig zur Verfügung und ist idealerweise auch zu 100 Prozent eigenfinanziert. Zum Umlaufvermögen zählen diejenigen Werte und Vermögensgegenstände, die eine relativ kurzfristige Bindungsdauer aufweisen. Das HGB regelt in §266 das Umlaufvermögen, zu dem Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Halb- und Fertigfabrikate, aber auch Forderungen, Wertpapiere, geleistete Anzahlungen sowie die Kasse und die Bankkonten gehören. Das Anlagevermögen, das Umlaufvermögen sowie die Rechnungsabrenzungsposten stehen auf der Aktivseite der Bilanz. Demgegenüber stehen auf der Passivseite der Bilanz die Mittel der Aktiva-Finanzierung: Das Eigenkapital und das Fremdkapital.

Die Herkunft der Passiva

Die Mittelherkunft der Passiva gibt Aufschluss über ihre Finanzierungsform. Zur Innenfinanzierung zählen die Selbstfinanzierung des Unternehmens sowie die innenfinanzierte Fremdfinanzierung durch die Bildung von Rückstellungen. Fließt das Geld dem Unternehmen von außen zu, handelt es sich um eine Außenfinanzierung. Je nach Rechtsstellung des Kapitalgebers kann es sich bei der Außenfinanzierung um eine Eigen- oder Fremdfinanzierung handeln. Fremdmittel können dem Unternehmen kurz-, mittel- oder langfristig zur Verfügung stehen. Als Eigenfinanzierung wird der Zufluss von Eigenkapital bewertet. Führen der Eigentümer oder die Anteilseigner der Unternehmung Geldmittel zu, handelt es sich um eine Beteiligungs- und Einlagenfinanzierung. Neben der Erhöhung der Einlagen (auch von nicht geschäftsführenden Gesellschaftern) kann auch die Aufnahme neuer Gesellschafter dem Unternehmen Eigenkapital zuführen. Die Ausgabe von Aktien an der Börse erhöht ebenfalls das Eigenkapital der Unternehmung und ist somit ebenfalls eine Form der Eigenfinanzierung. Eine Sonderform der Eigenkapitalbeschaffung ist das Factoring, bei dem Forderungen an eine Factoring-Gesellschaft verkauft werden. Grundsätzlich zählt auch das klassische Mezzanine Kapital zum Eigenkapital. Die Fremdfinanzierung umfasst alle Vorgänge, um dem Unternehmen Fremdkapital bereitzustellen. Meist erfolgt die Fremdfinanzierung durch die Aufnahme von Krediten. Der Unterschied zur Beteiligungsfinanzierung (einer Form der Eigenfinanzierung) ist, dass bei der Fremdfinanzierung der Gläubiger kein Mitspracherecht an der Unternehmung hat und auch nicht am Gewinn bzw. Verlust beteiligt ist. Die Vergütung für die Überlassung der finanziellen Mittel ist der vereinbarte Zinssatz.

Gliederung der Finanzierungsformen

Zur Eigenfinanzierung gehört im Rahmen der Innenfinanzierung die Selbstfinanzierung, während die Beteiligungsfinanzierung eine Form der Außenfinanzierung darstellt. Die Fremdfinanzierung kann aus Rückstellungen gebildet werden (Innenfinanzierung) oder dem Unternehmen von außen zufließen, wie etwa bei der Kreditfinanzierung (außenfinanzierte Fremdfinanzierung). Das Eigenkapital kann durch Einlagen der Gesellschafter bzw. aus der Einbehaltung von Gewinnen(Gewinnthesaurierung) erhöht werden. Die Zusammensetzung des Eigenkapitals ist im HGB geregelt (§266, Abs. 3a) und errechnet sich durch Abzug aller Schulden von der Bilanzsumme.

  • Anlagevermögen + Umlaufvermögen + Rechnungsabgrenzungsposten = Aktiva der Bilanz (Bilanzsumme)
  • Bilanzsumme ./. Verbindlichkeiten des Unternehmens = Eigenkapital

Der Anteil es Eigenkapitals am Gesamtkapital wird als Eigenkapitalquote bezeichnet:

  • Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Gesamtkapital.

Kapital wird rechtlich als Fremdkapital erachtet, wenn seine Überlassung nach schuldrechtlichen Regeln gekündigt werden kann, eine Befristung vorliegt und dem Kapitalgeber ein Vergütungsanspruch zusteht. Der Kapitalgeber hat weder ein Mitspracherecht, noch eine andere Beteiligung an der Unternehmung; er ist weder am Gewinn noch am Verlust beteiligt.

Die Merkmalen des Fremdkapitals umfassen:

Die befristete Kapitalüberlassung, eine bestehende Rückzahlungsverpflichtung in Höhe des Nominalbetrages, ein vereinbarter Anspruch auf Zins und Tilgung, keine Mitwirkungsrechte und keine Haftung des Kapitalgebers. Der Anteil des Fremdkapitals am Gesamtkapital wird als Fremdkapitalquote bezeichnet:
Fremdkapitalquote = Fremdkapital / Gesamtkapital.

Vergleichswerte für die Eigenkapital- und Fremdkapitalquote sind branchenabhängig. Das Fremdkapital in der Bilanz bildet sich aus den Verbindlichkeiten (Darlehen, Lieferantenkredite, Obligationen, unternehmensnahem Fremdkapital als Darlehen von Stakeholdern, Aktionären oder Mitarbeitern sowie aus Rückstellungen und den passiven Rechnungsabgrenzungsposten (periodengerechte Abgrenzung von Geschäftsvorfällen).

Beschaffung von Fremdkapital im Unternehmen

Mit der Kreditfinanzierung (Außenfinanzierung) sowie der Finanzierung aus Rückstellungen (Innenfinanzierung) kann sich das Unternehmen Fremdkapital beschaffen. Da Rückstellungen den Gewinn mindern, unterliegen sie strengen rechtlichen Regelungen um auch steuerrechtlich anerkannt zu werden. Durch die Einbehaltung von Gewinnen zur Bildung von Rückstellungen stehen dem Unternehmen fristige Mittel zur Verfügung. Handelt es sich um langfristige Rückstellungen, wie etwa bei Pensionsrückstellungen für Mitarbeiter oder Geschäftsführer, so haben diese zwar Eigenkapitalcharakter, werden aber aus Sicht von Analysten bzw. Rating-Agenturen meist als Fremdkapital behandelt. Als langfristige Kredite, die zur Finanzierung von langfristigem Anlagevermögen eingesetzt werden, stehen Darlehen, Schuldscheindarlehen, Obligationen, Options- und Wandelanleihen zur Verfügung. Zu den kurzfristige Kredite, die grundsätzlich nur zur Finanzierung des kurzfristigen Umlaufvermögens eingesetzt werden, zählen der Kunden- und der Lieferantenkredit, der Wechsel, der Diskontkredit, der Kontokorrentkredit, der Lombard- und der Rembourskredit sowie das Bankaval.

Kredite bei Kreditinstituten

Das Bankdarlehen, der Ratenkredit, der Kontokorrentkredit sowie der Hypothekenkredit können zur Beschaffung von Fremdkapital aufgenommen werden. Ist die Haftung der Unternehmensrechtsform nicht beschränkt, wie etwa bei einer GmbH, so haftet der Unternehmer auch mit seinem Privatvermögen für die eingegangenen Verbindlichkeiten.

Gesellschafterdarlehen

Im Gegensatz zu den Einlagen, die im betrieblichen Rechnungswesen als Eigenkapital verbucht werden, können Gesellschafter dem Unternehmen auch Darlehen zur Verfügung stellen. Dem Gesellschafter wird ein Zins und evtl. Gewinnanteile ausgezahlt. Gesellschafterdarlehen, aber auch von den Kreditinstituten vergebenen Kredite, stehen dem Unternehmen meist langfristig zur Verfügung.

Schuldscheindarlehen (Bonded Loan)

Das Schuldscheindarlehen wird direkt zwischen den beteiligten Parteien (z.B. Banken, Pensionskassen, Versicherungen) gewährt, wobei die Vermittlung des Darlehens meist über Finanzmakler oder Kreditinstitute erfolgt. Kreditnehmer und Kreditgeber können aber auch direkt miteinander in Verbindung treten. Bei dieser Darlehensart dient der ausgestellte Schuldschein, der auch als Schuldanerkenntnis bezeichnet wird, dem Kreditgeber als Beweisurkunde für das Bestehen seiner Forderung (§344 HGB). Im Gegensatz zur Anleihe wird der Schuldschein jedoch nicht verbrieft und ist somit weder ein Wertpapier noch börsenfähig. Beim Schuldscheindarlehen handelt es sich meist um langfristiges Fremdkapital. Daher wird es beim Kreditnehmer auch als „sonstige Verbindlichkeit“ in der Bilanz (§266 HGB) verbucht, sofern das Darlehen von Nicht-Kreditinstituten ausgereicht wurde.

Eine weitere Form der Fremdfinanzierung ist das Leasing, mit dem Teile des Anlagevermögens finanziert werden können. Mezzanine-Kapital stellt meist eine Mischform aus Eigen- und Fremdfinanzierung dar. Auch wenn es als Eigenkapital verbucht wird, so gewährt es den Kapitalgebern grundsätzlich keine Stimm- oder Mitspracherechte. Mezzanine Kapital kann kurz – oder langfristig zur Verfügung stehen. Bei den kurzfristigen Mitteln der Fremdkapitalbeschaffung steht auch dem Unternehmen der Kontokorrentkredit zur Verfügung. Beim Bankaval, auch Avalkredit genannt, übernimmt die Bank Garantien, Bürgschaften und andere Gewährleistungen für den Avalnehmer. Banken und Versicherungen können für ihre Kunden Avalkredite übernehmen. Beim Bankaval sind drei Parteien involviert: des der Gläubiger, der eine Ware liefert, der Avalnehmer bzw. Kunde der Bank, der die Warenlieferung z.B. erst nach Weiterverkauf bezahlen möchte, sowie die Bank, die gegenüber dem Gläubiger mit dem Aval für den Ausgleich der Forderung haftet. Der Kreditnehmer kann mit dem Bankaval den Einsatz liquider Mittel vermeiden. Das Bankaval ist für Kunden mit guter Bonität eine günstige Form der kurzfristigen Finanzierung. Die Avalprovision liegt meist unter dem Niveau der Marktzinsen. Besondere Sicherheiten sind – neben der Lieferung des Gläubigers – für den Avalkredit nicht erforderlich.

Der Lieferantenkredit ist ein weiterer kurzfristiger Kredit, bei dem der Lieferant (Kreditor) seinem Debitor beim Verkauf der Waren ein Zahlungsziel einräumt, das üblicherweise zwischen 30 und 90 Tagen liegt. Der Handels- oder Warenkredit ist zwischen Kaufleuten üblich und finanziert den Warenverkauf. Wird innerhalb einer eingeräumten Frist die Verbindlichkeit ausgeglichen, so kann meist ein Preisnachlass (Skonto) gewährt werden. Als Sicherheit dient dem Kreditor der Eigentumsvorbehalt an seiner gelieferten Ware.

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