Neu! Der seriöse Kreditvergleich:

Euro

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
(NEU: Artikel bewerten!)
Loading...

Euro ist die gemeinsame Währung der Europäischen Währungs-Union. Als Bargeld wurde Euro ab dem 01.01.2002 eingeführt und fungiert aktuell in 23 europäischen Ländern, darunter in 17 Mitgliedsstaaten der EU und in 6 weiteren Staaten der Eurozone, als offizielle Währung.

Euro: Ein historischer Rückblick

Ideen und Planungen zur Einführung von einer gemeinsamen europäischen Währung gab es bereits auf den früheren Phasen der Europäischen Integration. Der sog. Werner-Plan, 1970 von einer Experten-Kommission im Rahmen der Europäischen Integration entwickelt und nach dem Premier-Minister von Luxemburg Pierre Werner benannt, sah die Einführung von einer gemeinsamen Währung bereits bis zum Jahr 1980 vor. Allerdings wurde der Werner-Plan nie verwirklicht. Dafür gab es unterschiedliche Gründe. Die Hauptursache für das Scheitern des Plans lag in der Instabilität des weltweiten Währungssystems. Anfang der 1970er-Jahre ist durch den Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems, das auf einem goldhinterlegten Dollar basiert war, und durch die sog. Ölkrise, die ihren Ausdruck in dem drastischen Anstieg der Preise für Erdöl fand, gekennzeichnet. Obwohl die Währungsunion zu dem damaligen Zeitpunkt nicht verwirklicht werden konnte, blieb die Idee erhalten. Allerdings wurden von Wirtschaftswissenschaftlern und Experten Diskussionen darüber geführt, ob der Schwerpunkt der Europäischen Integration bei der wirtschaftlichen Zusammenarbeit oder bei der Installierung von einer gemeinsamen Währung liegen soll.

Ein weiterer Schritt zur Währungsunion war die Gründung des gemeinsamen Europäischen Währungssystems (EWU). Dieses System bestand vom 13. März 1979 bis 31. Dezember 1998 und diente vorrangig dazu, Wechselkurse der einzelnen europäischen Nationalwährungen aneinander zu koppeln. Der Kern des Europäischen Währungssystems war eine gemeinsame Währung ECU (European Currency Unit), die allerdings nicht als Bargeld, sondern überwiegend als Reservewährung der Zentralbanken der jeweiligen Länder und als Rechenmittel für die Wechselkurse der nationalen Währungen fungierte. Die Mitglieder des EWU verpflichteten sich, den Wechselkurs der eigenen Währung an den Wechselkurs des ECU zu koppeln. In der Realität konnten diese Verpflichtungen nicht immer eingehalten werden. Das Ziel der Währungsunion wurde insb. von Deutschland und von Frankreich, den EU-Ländern mit dem größten wirtschaftlichen Potential, weiter verfolgt. Auch in den gemeinsamen Erklärungen der Mitgliederstaaten der EU wurde dieses Ziel immer wieder neu gesetzt. Als Beispiel dient die Einheitliche Europäische Akte, die am 01.07.1987 in Kraft trat. Die Akte betonte neben der Zielsetzung der Erschaffung des europäischen Binnenmarktes bis zum 01.01.1993 auch die Absicht, eine Währungsunion anzustreben. Der 1989 veröffentlichte Delors-Bericht, benannt nach dem damaligen Präsidenten der Europäischen Kommission Jacques Delors, sah vor, die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) in drei Stufen zu verwirklichen.

Die erste Stufe, die bis zum 01.07.1990 lief, beinhaltete eine verstärkte Zusammenarbeit von Zentralbanken der europäischen Länder, den Kapitalverkehr ohne Einschränkungen und die freie Verwendung von ECU. Die zweite Stufe des Delor-Plans (Ablauffrist 01.01.1994) sah u.a. vor, dass die Mitgliederstaaten der EWWU ihre Geldpolitik untereinander absprechen und koordinieren sollten und dass eine Europäische Zentralbank eingerichtet werden sollte. Auf der dritten und letzten Stufe der Realisierung des Delors-Plans (bis 01.01.1999) sollte ein Europäisches System der Zentralbanken (ESZB) gegründet werden. In dieser Phase sollte auch Geldpolitik der Mitgliederstaaten vereinheitlicht werden und eine neue gemeinsame Währung – Euro – eingeführt werden. Entsprechend dieser Planung wurde u.a. 1998 die Europäische Zentralbank als eine gemeinsame Währungsbehörde gegründet. Zusammen mit den Zentralbanken der Mitgliederstaaten bildet die Europäische Zentralbank das ESZB, das für die Durchführung der Währungspolitik zuständig ist. Das erklärte Ziel des EWWU war durch die Einführung der Währungsunion die Wirtschaft der Mitgliederstaaten zu stärken und zum Wachstum in allen Bereichen beizutragen. Außerdem bedeutete die Durchführung einer gemeinsamen Geldpolitik auch eine stärkere Zusammenarbeit in anderen Bereichen der Politik.

Die große Hoffnung der Befürworter von Euro war es, durch die Verwirklichung der Währungsunion und Einführung von Euro die Inflation effektiv zu bekämpfen und eine weitere Erleichterung für die Investitionen und für den Kapitalverkehr zwischen den einzelnen Staaten zu schaffen. Seit dem 01.01.1990 wurde Euro als eine gemeinsame europäische Währung eingeführt. Zunächst galt Euro als Buchgeld, also als Zahlungszusage der Banken. Ab dem 01.01.2002 wurde Euro als Bargeld und offizielles Zahlungsmittel installiert. Alle Konten und Verträge wurden ab diesem Zeitpunkt offiziell auf Euro umgestellt. Bis zum 28.02.2002 waren Euro und D-Mark parallel im Umlauf, ab diesem Zeitpunkt ist nur Umtausch von D-Mark (in beliebigen Mengen und gebührenfrei) möglich. Der Umrechnungsfaktor Euro : D-Mark betrug ca. 1 : 2. Zu den 17 EU-Staaten – Mitgliedern der Eurozone, zählen neben Deutschland noch Frankreich, Italien, Spanien, Zypern, Irland, Griechenland, Slowenien, Malta, Niederlande, Estland, Finnland, Österreich, Portugal, Slowakei, Belgien und Luxemburg. Außerdem gibt es Staaten, die als assoziierte Euronutzer gelten und eigene Euro-Münzen herausgeben dürfen: Monaco, San Marino und Vatikanstaat. Darüber hinaus gibt es die sog. passiven Euronutzer, die keine Euro-Banknoten oder Münzen ausgeben, aber diese Währung als Zahlungsmittel akzeptieren. Das sind Andorra, Kosovo und Montenegro.

Euro: Aktuelle Situation und Problematik der Eurokrise

Aktuell ist Euro ein offizielles Zahlungsmittel, sowohl für Bargeldabrechnungen als auch für den bargeldlosen Zahlungsverkehr. Um Umlauf befinden sich Münzen im Wert von 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cent, wobei 1 Euro = 100 Cent ist. Außerdem gibt es Euro-Münzen im Wert von 1 und 2 Euro. Eurobanknoten gibt es mit dem Nominal 5, 10, 20, 50, 100, 200 uns 500 Euro. Euro erleichtert beträchtlich den Waren- und Kapitalverkehr zwischen den Mitgliedstaaten der Eurozone. Nach der Einschätzung von Experten wirkt sich die Währungsunion allgemein positiv auf die Wirtschaftslage und auf die Konjunktur der Länder aus, die es als Währung verwenden. Euro konnte sich auch auf den internationalen Finanzmärkten behaupten und hat bereits 2006 den US-amerikanischen Dollar als führende Bargeldwährung ersetzt.

Im Zuge der Finanzkrise in Griechenland ist eine Diskussion über die Euro-Problematik entbrannt. Bei dieser Krise geht es v.a. um eine Staatsverschuldung, die ohne Hilfe von außen nicht refinanzierbar ist, d.h. es ist keine Umschuldung möglich. Die Gründe für eine wachsende Staatsverschuldung sind u.a. niedrige Zinsen seit der Einführung von Euro und massive Ausgaben, sowohl von Privatpersonen als auch von staatlichen Institutionen, die mit der allgemeinen Erwartung des konjunkturellen Aufschwungs verbunden waren. Ähnliche Gründe haben auch die Finanzkrisen in Spanien, Portugal und Irland. Von der Krise sind ebenfalls Zypern, Slowenien und auch Italien betroffen. Als Hilfemaßnahmen werden vonseiten der EU Notkredite und Bürgschaften geleistet, die umgangssprachlich als Euro-Rettungsschirm bezeichnet werden. Im Zusammenhang mit der Krisenproblematik wird es von manchen Politikern gefordert, dass entweder die von der Krise betroffenen Länder aus der Eurozone aussteigen oder dass die „Geber-Länder“ (wie z.B. Deutschland) die Eurozone verlassen. Eigentlich ist der Austritt aus der Eurozone in den EU-Verträgen nicht vorgesehen. Eine euro-kritische Partei wurde in Deutschland 2013 unter dem Namen Alternative für Deutschland gegründet. Die Partei hat vor, bei den Bundestagswahlen 2013 anzutreten.

Fazit: Euro – Perspektiven

Euro ist eine gemeinsame Währung von 17 Staaten – Mitgliedern der EU und wird in einigen weiteren Staaten, die der EU nicht angehören, als Zahlungsmittel akzeptiert. Euro erleichtert den Güterverkehr zwischen den Staaten der Eurozone und fördert das Investitionsklima. Das erklärte Ziel der EU ist der Beitritt von allen Mitgliedsstaaten zur Eurozone. Die schwere Finanzkrise in einigen EU-Ländern wie Griechenland oder Irland gefährdet die Stabilität der Eurozone und der gemeinsamen Währung, ein Verlassen von einzelnen der Währungsunion ist allerdings rechtlich problematisch und ist aktuell (Stand 2013) nicht beabsichtigt.

Zurück zur Hauptseite: Kredit Wissen

NEU: Top-Empfehlungen 2019

+++ EIL +++ Negativzins-Kredit Sonderaktion im Juni: 1.000 Euro für MINUS 0,4 Prozent Zinsen! +++
  • 100% seriöser Anbieter - bekannt aus dem TV!
  • ► Kreditentscheidung innerhalb von nur 24h!
  • ► Mini-Rate: 41,49 Euro / Monat
  • ► schnelle Auszahlung
  • ► freie Verwendung
  • ► 1000 Euro Kredit, nur 995,83 Euro zurückzahlen!

Unser Tipp für alle, die schnell einen kleinen Kredit brauchen!

» HIER klicken zum Angebot

Seriöse Kredite

Getestete Anbieter von A bis Z: